Pressemitteilungen der Mitgliedsorganisationen

An dieser Stelle werden Presseerklärungen der Mitgliedsorganisationen des VBRG e.V. dokumentiert. Bei inhaltlichen Nachfragen wenden sie sich bitte direkt an die veröffentlichende Beratungsstelle.

Ein Freispruch und vier Verurteilungen im Prozess wegen Neonaziangriff auf Geflüchteten in einer Regionalbahn bei Calbe (Saale): Pressemitteilung der Mobilen Beratung für Opfer rechter Gewalt Sachsen-Anhalt

Halle (Saale), 08.05.2018 - Am Amtsgericht Schönebeck ging gestern der Prozess gegen fünf Neonazis aus Magdeburg wegen eines brutalen rassistischen Angriffs im Februar 2016 zu Ende. Einer der Angeklagten wurde von dem Vorwurf der gemeinschaftlichen gefährlichen Körperverletzung freigesprochen, da er die Tat zwar laut dem Vorsitzenden Richter „innerlich zustimmend“ mit angeschaut aber sich selbst nicht beteiligt hatte. Die weiteren vier Angeklagten wurden schuldig gesprochen und zu Freiheitsstrafen verurteilt: ein Angeklagter zu einem Jahr und sechs Monaten, die einzige Haftstrafe die noch zur Bewährung ausgesetzt wurde, zwei Angeklagte zu jeweils zwei Jahren und sechs Monaten und der als „Maik aus Magdeburg“ bekannte rechtsextreme Liedermacher Maik Sundermann zu zwei Jahren und neun Monaten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Weiterlesen ...

Wissenschaftliche Überprüfung zu Todesopfern rechter Gewalt in Thüringen – Opferberatung ezra begrüßt die Initiative von Fachpolitiker*innen der Landesregierung

Erfurt, 08.05.2018 - Katharina König-Preuss (Die Linke), Diana Lehmann (SPD) und Madeleine Henfling (Bündnis 90 / Die Grünen) kündigen an die von zivilgesellschaftlichen Initiativen und Presse aufgelisteten Todesfälle rechter Gewalt in Thüringen von einer unabhängigen und wissenschaftlichen Stelle überprüfen lassen zu wollen. Dazu erklärt Christina Büttner, Projektkoordinatorin von ezra, der Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Thüringen: „In Thüringen ist bisher nur ein Todesopfer rechter Gewalt seit 1990 von staatlichen Stellen offiziell anerkannt. Das kann unserer Einschätzung nach nicht die Wirklichkeit abbilden. Uns sind mindestens sieben weitere Verdachtsfälle bekannt, die durch Journalist*innen und zivilgesellschaftliche Initiativen recherchiert wurden.“ Weiterlesen ...

Opferperspektive Brandenburg sucht Zeug*innen nach rechtem Angriff

Potsdam, 07.05.2018 - In der Nacht vom 6. zum 7. April, zwischen 2:10 bis 2:30 Uhr wurde vor dem Club Bebel ein 32-jähriger Mann aus Afghanistan durch einen Angreifer rassistisch beleidigt, geschlagen und schwer verletzt. Der Täter war zuvor als Besucher im Bebel und hat dort bereits auf der Tanzfläche den sogenannten „Hitlergruß“ gezeigt. Weiterlesen ...

Mobile Opferberatung kritisiert „völlig unzureichende Strafverfolgung“ nach Angriffen von Neonazi-Gruppen in Sachsen-Anhalt

Urteilsverkündung am 7. Mai 2018 am Amtsgericht Schönebeck gegen fünf polizeibekannte Neonazis wegen rassistischen Angriff nach „Neonazi-Gedenkmarsch“ am 6. Februar 2016 in Weimar

Halle, 04.05.2018 - Am 7. Mai 2018 ab 9 Uhr wird am Amtsgericht Schönebeck die Urteilsverkündung gegen fünf polizeibekannte Neonazis, darunter den als „Maik aus Magdeburg“ bekannten rechtsextremen Liedermacher Maik Sundermann, in einem Prozess wegen eines brutalen rassistischen Angriffs auf einen 21-Jährigen in der Regionalbahn zwischen Halle und Magdeburg im Februar 2016 erwartet. Weiterlesen ...

Prozessbeginn nach rassistischen Angriff auf 15-jährigen syrischen Schüler in Burg: Pressemitteilung der Mobilen Beratung Sachsen-Anhalt

Magdeburg, 04.05.2018 - Beginn: Mo., 07.05.18, 9:00 Uhr, Amtsgericht Burg, In der Alten Kaserne 3, Saal 1

Am kommenden Montag, den 7. Mai 2018, wird um 9:00 Uhr am Amtsgericht Burg der Prozess wegen eines rassistisch motivierten Angriffs auf einen Jugendlichen eröffnet. Dem zur Tatzeit 27-jährigen Angeklagten wird von der Staatsanwaltschaft Stendal Körperverletzung und Beleidigung gegen einen damals 15-jährigen syrischen Schüler vorgeworfen. Weiterlesen ...

Helmut Sackers hat gegen das Abspielen des „Horst-Wessel-Liedes“ interveniert und wurde dafür von seinem Nachbarn erstochen: zum 18. Todestag von Helmut Sackers ruft Mobile Opferberatung Sachsen-Anhalt zu Online-Kampagne auf

#KeinVergessen #HelmutSackers Am vergangenen Wochenende – als etwa 1000 Neonazis im sächsischen Ostritz unter Führung von Blood&Honour und Combat 18 mit Rechtsrock und Kampfsportevents öffentlich den Nationalsozialismus und menschenverachtende, mörderische Gewalt verherrlichten, wäre der engagierte Sozialdemokrat Helmut Sackers 78 Jahre alt geworden. Weiterlesen ...

"Rassistische Gewalt ist kein Problem Einzelner.": Hessische Beratungsstelle response startet Kampagne #istalltag

Frankfurt am Main, 20.04.2018 - Mit zwei aufwändig produzierten Videos und einer Kampagne in den sozialen Medien will die hessische Beratungsstelle response auf ihr Angebot aufmerksam machen und Betroffenen rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt ihre Unterstützung anbieten. Vor dem Hintergrund eines bleibend hohen Niveaus rassistischer Gewalt ist außerdem das Ziel, auf Rassismus als gesamtgesellschaftliches Problem hinzuweisen. Weiterlesen ...

Rassistischer Naziangriff auf geflüchtete Jugendliche: „Kahla ist ein rechtsfreier Angstraum“; Pressemitteilung der Beratungsstelle ezra vom 19.04.2018

Am vergangenen Wochenende ereignete sich in Kahla wiederholt ein rassistischer Angriff von Nazis auf geflüchtete, minderjährige Jugendliche. Dabei wurden vier Betroffene gefährlich verletzt und mussten im Krankenhaus behandelt werden. Zu dem Vorfall kam es, als die Betroffenen sich vor ihrem Wohnhaus aufhielten und plötzlich von einem männlichen Gast einer Veranstaltung in den Räumen der Dartmannschaft des „SV1910 Kahla“ provozierend angesprochen wurden. Als die Jugendlichen wissen wollten, was gemeint ist, wurden sie von dem Mann angegriffen. Weiterlesen ...

BEFORE München: Unterstützung für Betroffene des Oktoberfestattentates

München, 18.04.2018 – Die Beratungsstelle BEFORE begrüßt die heutige Entscheidung durch den
Münchener Stadtrat, Mittel für die Unterstützung der Betroffenen des Oktoberfestanschlages
bereitzustellen. Den Betroffenen kann so bei der Bewältigung der vielfältigen Folgen des Attentates,
die sich auch heute noch auf ihr Leben auswirken, geholfen werden. Der Beschluss ist außerdem ein
wichtiges Signal an die Betroffenen, dass sie und ihre Anliegen ernstgenommen werden. Weiterlesen ...