Unabhängiges Monitoring:
Rassistische Gewalt sichtbarer machen.

Mörderischer Rassismus:
Erinnern und Gedenken.

Herzlich Willkommen beim Bundesverband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt

Täglich werden in Deutschland drei bis vier rechts, rassistisch oder antisemitisch motivierte Gewalttaten verübt. Die im Dachverband der unabhängigen Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt (VBRG) zusammengeschlossenen Beratungseinrichtungen sorgen dafür, dass die Angegriffenen und Verletzten nicht alleine bleiben. Sie beraten und unterstützen direkt Betroffene ebenso wie Zeug*innen und Angehörige: kostenlos, vertraulich, vor Ort, parteilich im Sinne der Betroffenen und auf Wunsch auch anonym.

Allzu oft werden rechte Gewalt und ihre Folgen ignoriert, verharmlost und verschwiegen. Gemeinsam mit unseren Mitgliedsorganisationen machen wir mit verlässlichen, unabhängigen Zahlen und Analysen das Ausmaß rechter Gewalt sichtbar. Der VBRG setzt sich dafür ein, dass Betroffene rechter Gewalt in jedem Bundesland Zugang zu professionellen, unabhängigen, kostenlosen und parteilich in ihrem Sinne arbeitenden Beratungs- und Unterstützungseinrichtungen erhalten.

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VBRG-Mitgliedsorganisationen stellen Jahresbilanzen 2018 vor (Update 07.03.)

Die Opferberatungsstellen in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen haben Anfang März ihre Jahresbilanzen 2018 vorgestellt: Einen Anstieg rassistischer, rechter und antisemitischer Gewalt im Vergleich zum Vorjahr auf 309 Angriffe hat Reach Out in Berlin registriert. In Brandenburg hat der Verein Opferperspektive Kenntnis von 174 rechts, rassistisch und antisemitisch motivierten Angriffen in 2018 und stellt fest: „Rechte Gewalt ist Normalität in Brandenburg“. In Mecklenburg-Vorpommern wurden 96 Angriffe gezählt. Dort sind besonders viele Kinder betroffen: 32 der 180 Betroffenen waren unter 18 Jahre, die Hälfte sogar unter 14 Jahre alt. In Sachsen ist die Anzahl der Angriffe um 38% auf 317 Angriffe gestiegen. Schwerpunkt war die Stadt Chemnitz.

Zahlen & Fakten

Die im VBRG zusammengeschlossenen Beratungsstellen aus Berlin und Ostdeutschland dokumentieren seit über 15 Jahren rechte, rassistische und antisemitische Gewalt aus der Perspektive der Betroffenen. Seit 2016/2017 stellen auch die VBRG-Mitglieder in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein ein unabhängiges Monitoring zur Verfügung. Regelmäßig veröffentlichen die Opferberatungsstellen und der VBRG auf dieser Grundlage Analysen zu Betroffenengruppen, Tatmotivationen, Straftatbeständen und Entwicklungen im Zusammenhang mit politisch rechts motivierter Gewalt.

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Der VBRG Opferhilfefonds

Für die Betroffenen sind die Folgen rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalttaten meist sehr weitreichend. Häufig gehen mit den Angriffen schwerwiegende physische und psychische Verletzungen einher. Viele Betroffene geraten dadurch auch in finanzielle Schwierigkeiten. In dieser Situation kann der Opferfonds des VBRG die Angegriffenen im Rahmen einer Einzelfallhilfe finanziell unterstützen.

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Material & Publikationen

Was tun nach einem rechten, rassistischen und antisemitischen Angriff? Ein Ratgeber für Betroffene, Angehörige und Zeug*innen

Dieser Ratgeber richtet sich an Menschen, die eine rechts, rassistisch, antiziganistisch oder antisemitisch motivierte Gewalttat erlebt haben, an deren Angehörige und Freund*innen sowie an Zeug*innen eines Angriffs. Der Ratgeber will Betroffenen helfen, sich in einer nicht-alltäglichen Situation zurechtzufinden.

Was tun nach einem rechten, rassistischen oder antisemitischen Angriff? Ein Ratgeber für Angehörige von Betroffenen

Dieser Ratgeber des VBRG e.V. richtet sich an Angehörige sowie Freund*innen von Betroffenen rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt. Er informiert über Hintergründe und Folgen politisch rechts motivierter Gewalttaten und hilft so, die Betroffenen besser zu verstehen. Der Ratgeber gibt Bezugspersonen eine Reihe von Empfehlungen, wie sie die Gewaltbetroffenen unterstützen können, um das Erlebte zu verarbeiten und die Folgen zu überwinden.

Im Fokus von Neonazis. Ein Ratgeber für Betroffene und Unterstützer*innen

In vielen Fällen geraten Menschen in den Fokus der rechten Szene. Sie werden beleidigt, bedroht, gemobbt oder diffamiert, sehen sich regelrechten Hetzkampagnen oder zielgerichteten Beschädigungen ihres Eigentums ausgesetzt. Es kann auch Menschen treffen, die sich für Flüchtlinge engagieren und deshalb zum rechten Hassobjekt werden. Was tun nach derartigen Aktionen? Der Ratgeber informiert über Reaktionsmöglichkeiten und sinnvolle Vorkehrungen.

„Rassismus keine Grundlage bieten“ - Eine Broschüre über die Arbeit der Beratungsstelle B.U.D. Bayern

Eine Broschüre über die Arbeit der Beratungsstelle B.U.D. Bayern anläßlich ihres 10-jährigen Bestehens

Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt. Qualitätsstandards für eine professionelle Beratung.

Die Beratungsstellen für Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt haben sich seit über 20 Jahren in professioneller Weise der Opferperspektive verpflichtet. Ihr Fachwissen und ihre Beratungskompetenz findet in den Qualitätsstandards Ausdruck. Das Grundlagenpapier definiert die Spezifik rechter Gewalt, beschreibt die Ziele und Arbeitsprinzipien der Beratungsprojekte und beleuchtet deren Schlüsselprozesse.

Was tun nach einem rassistischen Angriff? Empfehlungen für Betroffene (10 Sprachen)

Die Broschüre „Was tun nach einem rassistischen Angriff? Empfehlungen für Betroffene“ informiert über wichtige Sofortmaßnahmen für den Fall rassistischer Gewalt. Die Broschüre ist in folgenden Sprachen erhältlich: Die Broschüre ist in folgenden Sprachen verfügbar: Deutsch, Englisch, Französisch, Arabisch, Kurmanyi, Farsi, Pashto, Tigrinya, Albanisch und Romanes.

Pressemitteilungen

Pressemitteilung VBRG

Frankfurter Erklärung in Solidarität mit den Betroffenen rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt

Mit der „Frankfurter Erklärung in Solidarität mit den Betroffenen rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt“ fordern die Bildungsstätte Anne Frank, die Türkische Gemeinde Hessen, der Republikanische Anwältinnen- und Anwälteverein sowie die Türkische Gemeinde in Deutschland und der Verband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt ein „Ende der Bagatellisierung der rechts, rassistisch und antisemitisch motivierten Straftaten durch politisch Verantwortliche sowie die Anerkennung, dass es ein strukturelles Problem des rechten Gedankenguts und des Rassismus im hessischen Polizeiapparat gibt.“
Pressemitteilung VBRG

Opferberatungen fordern Aufklärung zu Feindeslisten der mutmaßlichen rechten Terrornetzwerke

Das BKA und die Landeskriminalämter müssen alle Einzelpersonen und Institutionen informieren, die in so genannten „Feindeslisten“ mutmaßlicher rechter Terrornetzwerke genannt werden, fordern die unabhängige Opferberatungsstellen.