Aktuelles

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VBRG-Mitgliedsorganisationen stellen Jahresbilanzen 2018 vor (Update 07.03.)

Die Opferberatungsstellen in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen haben Anfang März ihre Jahresbilanzen 2018 vorgestellt: Einen Anstieg rassistischer, rechter und antisemitischer Gewalt im Vergleich zum Vorjahr auf 309 Angriffe hat Reach Out in Berlin registriert. In Brandenburg hat der Verein Opferperspektive Kenntnis von 174 rechts, rassistisch und antisemitisch motivierten Angriffen in 2018 und stellt fest: „Rechte Gewalt ist Normalität in Brandenburg“. In Mecklenburg-Vorpommern wurden 96 Angriffe gezählt. Dort sind besonders viele Kinder betroffen: 32 der 180 Betroffenen waren unter 18 Jahre, die Hälfte sogar unter 14 Jahre alt. In Sachsen ist die Anzahl der Angriffe um 38% auf 317 Angriffe gestiegen. Schwerpunkt war die Stadt Chemnitz.

Gedenk- und Disskussionsveranstaltung in Stuttgart am 13.03.19: Die Todesopfer rassistischer Gewalt nicht vergessen!

Zu einer Erinnerungsveranstaltung für die Menschen, die 1994 durch den rassistischen Brandanschlag auf das Mehrfamilienhaus in der Stuttgarter Geißstraße 7 starben, lädt die baden-württembergische Beratungsstelle LEUCHTLINIE zusammen mit dem Bundesverband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt ein.

Veranstaltung in Bochum am 11.03.19: Verzerrte Wahrnehmung? Todesopfer rechter Gewalt in NRW

In NRW gibt es mindestens 24 Todesopfer rechter Gewalt seit 1990 und weitere acht Verdachtsfälle, davon sind lediglich elf von den Behörden anerkannt. Vor diesem Hintergrund haben Brandenburg und Berlin als erste Bundesländer mehrere Verdachtsfälle wissenschaftlich untersuchen lassen. Auf der Veranstaltung werden die Forscher über ihre Arbeit berichten.

de:hate Podcast zum Thema "Hasskriminalität"

In der aktuellen Folge des Podcasts de:hate der Amadeu Antonio Stiftung geht es um ein Themenfeld, das sowohl Justiz und Polizei als auch Zivilgesellschaft und Forschung beschäftigt: Hasskriminalität.

Podiumsdiskussion "Gemeint sind wir alle" zum Nachhören

Kürzlich wurde bekannt, dass die Frankfurter Rechtsanwältin und NSU-Nebenklagevertreterin Seda Başay-Yıldız und ihre Familie von einer rechtsextremen Gruppe mehrfach mit dem Tod bedroht werden. Mit der Veranstaltung am 21. Januar wollen wir zeigen, dass Solidarität mit den Betroffenen rechter Gewalt notwendiger denn je ist. Die Veranstaltung kann hier nun nachgehört werden.

Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zur Regelung des Sozialen Entschädigungsrechts

Die geplante Reform des sozialen Entschädigungsrechts ist ein Thema, das sowohl von Betroffenen von Gewalttaten als auch vielen Verbänden der Opferhilfe intensiv diskutiert wird. Im November 2018 hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales einen „Entwurf eines Gesetzes zur Regelung des Sozialen Entschädigungsrechts “ veröffentlicht. Der VBRG e.V. hat gemeinsam mit dem Arbeitskreis der Opferhilfen (ado), dem Bundesverbands Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe (bff) und dem Bundesweiten Koordinierungskreis gegen Menschenhandel (KOK) eine Stellungnahme zu diesem Gesetzentwurf veröffentlicht. Sie bietet Abgeordneten, Praktiker*innen und Betroffenen gleichermaßen eine Orientierung in dem anstehenden Gesetzgebungsverfahren. Hier finden Sie die Stellungnahme.

Veranstaltung in Erfurt am 23.01.19: Keine Todesopfer rechter Gewalt seit 1990 in Erfurt?

Am 25. Januar 2003 greift ein Neonazi in Erfurt den 48-jährigen Hartmut Balzke und einen jungen Punk brutal an. Hartmut Balzke stirbt zwei Tage später an den schweren Verletzungen. Von staatlichen Stellen ist in Thüringen seit 1990 nur ein Todesopfer rechter Gewalt anerkannt. Hartmut Balzke zählt nicht dazu. Die Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt kritisieren die Bagatellisierung rechter Gewalt und schätzen ein, dass es sich nicht mehr um Einzelfälle, sondern um ein strukturelles Problem handelt.