21.01.2019 FFM: Informationsveranstaltung und Podiumsdiskussion Informationsveranstaltung und Podiumsdiskussion "Gemeint sind wir alle!"

Gemeint sind wir alle

Solidarität mit den Betroffenen rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt!

Montag, den 21. Januar 2019 um 19.00 Uhr, forum medico, Lindleystr. 15, 60314 Frankfurt am Main


Begrüßung:

Anne Jung (medico international)


Debatte mit:

• Seda Başay-Yıldız, (Rechtsanwältin, Frankfurt a.M.)
• Abdulkerim Şimşek (Medizintechniker, Nebenkläger im NSU-Prozess am OLG München)
• Kris Simon (Mietshäuser Syndikat-Projekte in Frankfurt a.M.)
• Michael Weiss (NSU Watch)
• Esther Dischereit (Schriftstellerin, Autorin von „Blumen für Otello. Über die Verbrechen von Jena“, Berlin)
• Rupert von Plottnitz (Rechtsanwalt, Justizminister a.D., Frankfurt a.M.)


Moderation:

Heike Kleffner (Verband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt e.V.)



Kürzlich wurde bekannt, dass die Frankfurter Rechtsanwältin und NSU-Nebenklagevertreterin Seda Başay-Yıldız und ihre Familie von einer rechtsextremen Gruppe mehrfach mit dem Tod bedroht werden. Ermittlungen zu der Gruppe, die sich in Anlehnung an die rassistische Mord- und Anschlagsserie des Nationalsozialistischen Untergrunds „NSU 2.0“ nennt, führen zu Frankfurter Polizeibeamten. Parallel dazu erfuhr die Öffentlichkeit von einer Serie von Brandanschlägen gegen alternative und linke Wohnprojekte im Rhein-Main-Gebiet. In beiden Fällen stehen die Ermittlungsbehörden auf unterschiedliche Weise im Fokus. Wir wollen mit Seda Başay-Yıldız und Kris Simon von den betroffenen Hausprojekten über den Stand der Ermittlungen und ihre Kritik am Vorgehen von Polizei und Justiz sprechen. Der Rechtsextremismus-Experte Michael Weiss von NSU Watch wird über die Kontinuitäten polizeilicher und politischer Verharmlosung von Rechtsterrorismus in Hessen berichten. Mit der Schriftstellerin Esther Dischereit und dem ehemaligen hessischen Justizminister Rupert von Plottnitz werden wir über ihre Erfahrungen mit Strukturen der extremen Rechten in staatlichen Institutionen und notwendige politische Forderungen sprechen.



Organisierte Rassist*innen und extreme Rechte bedrohen Einzelne. Doch gemeint sind wir alle, die wir für eine offene Gesellschaft der Vielfalt eintreten. Mit dieser Veranstaltung wollen wir zeigen, dass Solidarität mit den Betroffenen rechter Gewalt notwendiger denn je ist.



Weitere Informationen unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel. 0157 92 31 97 83

Wir bitten Pressevertreter*innen um Vorab-Akkreditierung bis zum 19.1.2019 unter:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!



Die Veranstaltung wird organisiert von:
bildungsstätte anne frank, medico international, NSU Watch Hessen, Republikanischer Anwältinnen- und Anwälteverein (RAV e.V.), Verband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt e.V.



Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.