Über uns

Der VBRG

Der VBRG setzt sich dafür ein, dass Opfer rechter Gewalt bundesweit Zugang zu professionellen, unabhängigen, kostenlosen und parteilich in ihrem Sinne arbeitenden Beratungs- und Unterstützungseinrichtungen erhalten. Derzeit sind 14 unabhängige Beratungsstellen für Betroffene rechts, rassistisch und antisemitisch motivierter Gewalt aus zwölf Bundesländern im VBRG e.V. zusammengeschlossen. Jährlich beraten und begleiten die Mitgliedsorganisationen mit langjähriger Erfahrung und großer Expertise hunderte Betroffene rechter Gewalttaten. Sie unterstützen die direkt betroffenen von Angriffen, Bedrohungen, Brandanschlägen und Überfällen ebenso wie deren Angehörige, enge Bezugspersonen und Zeug*innen: kostenlos, vertraulich, vor Ort, parteilich im Sinne der Betroffenen und auf Wunsch auch anonym.

Die Beratungsangebote: professionell, unabhängig, interdisziplinär

Im Mittelpunkt der Beratungsangebote aller Mitgliedsorganisationen des VBRG steht die Perspektive der Betroffenen und ihre Wünsche danach, die materiellen und immateriellen Folgen einer rechts, rassistisch oder antisemitischen Gewalttat zu überwinden: Durch die Möglichkeit der Nebenklage im Strafverfahren gegen die Täter*innen, durch materielle Entschädigung, durch Begleitung bei Polizei, Staatsanwaltschaft und vor Gericht oder zur Ausländerbehörden, Jobcentern und anderen Institutionen. Dazu gehören oft auch Öffentlichkeits- und Medienarbeit sowie Lobbyarbeit bei politisch Verantwortlichen und Behörden. Alle Mitgliedsorganisationen des VBRG haben sich auf gemeinsame Qualitätsstandards geeinigt. Als Fachverband setzt sich der VBRG für eine weitere Professionalisierung der Opferberatung und für dessen Anerkennung in der Sozialen Arbeit ein. Für die Berater*innen bietet der VBRG Fortbildungen und Qualifizierungsmaßnahmen an. Außerdem fordert und begleitet der Verband den flächendeckenden Aufbau von Beratungsangeboten für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt.

Zu den Beratungsstellen

Expert*innen machen rechte Gewalt sichtbar und stellen die Perspektive von Betroffenen in den Mittelpunkt

Um das reale Ausmaß rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt sichtbar zu machen, veröffentlicht der VBRG jährliche unabhängige statistische Erhebungen sowie Analysen zur Motivation der Täter*innen, zu den Hauptbetroffenengruppen, zu den regionalen Besonderheiten sowie zum Umgang der Strafverfolgungsbehörden mit rechter Gewalt. Der VBRG setzt sich dafür ein, dass das Monitoring der spezialisierten Beratungsstellen bundesweit verankert wird.

Regelmäßig sind Vertreter*innen des VBRG bei öffentlichen Fachveranstaltungen, parlamentarischen Anhörungen und Podien als Expert*innen zum Thema rechte Gewalt und ihre Folgen eingeladen. Dabei stehen vor allem die Perspektive und die Forderungen der unmittelbar Betroffenen im Vordergrund.

Durch eigene Fachkonferenzen, Arbeitstagungen und Abendveranstaltungen bietet der VBRG interessierten Journalist*innen, Wissenschaftler*innen, politisch Verantwortlichen und Kooperationspartner*innen sowie Einzelpersonen wichtige Einblicke und Vertiefungen zum gewaltförmigen Rassismus, Antisemitismus und der extremen Rechten.

Monitoring rechtsmotivierter Gewalt

Die im VBRG zusammengeschlossenen Beratungsstellen in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen dokumentieren seit über 15 Jahren rechte, rassistische und antisemitische Gewalt aus der Perspektive der Betroffenen.

Das unabhängige Monitoring zum Ausmaß rechter Gewalt gehört zu den Kernaufgaben von Opferberatungsstellen. Damit können sich alle – Journalist*innen, Wissenschaftler*innen, politisch Verantwortliche, Initiativen vor Ort und die interessierte Öffentlichkeit – einen differenzierteren Überblick über die reale Dimension politisch rechts, rassistisch und antisemitisch motivierter Angriffe verschaffen. Die Langzeiterhebungen aus den fünf Ostbundesländern und Berlin ermöglichen zudem wichtige Erkenntnisse über Betroffenengruppen und das Vorgehen der Täter*innen. Seit 2016/2017 stellen auch die VBRG-Mitglieder in den westdeutschen Flächenstaaten Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein ein unabhängiges Monitoring zur Verfügung.

Die Erfassungskriterien der Mitgliedsorganisationen des VBRG sind Bestandteil der gemeinsamen Qualitätsstandards und orientieren sich am bundeseinheitlichen polizeilichen Definitionssystem »politisch motivierten Kriminalität« (PMK – Rechts, sog. “Themenfeld Hasskriminalität”). Danach gilt eine Tat als politisch motiviert, Der Politisch motivierten Kriminalität werden Straftaten zugeordnet, wenn“ in Würdigung der Umstände der Tat und/oder der Einstellung des Täters Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass sie

  • den demokratischen Willensbildungsprozess beeinflussen sollen, der Erreichung oder Verhinderung politischer Ziele dienen oder sich gegen die Realisierung politischer Entscheidungen richten,
  • sich gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung bzw. eines ihrer Wesensmerkmale, den Bestand und die Sicherheit des Bundes oder eines Landes richten oder eine ungesetzliche Beeinträchtigung der Amtsführung von Mitgliedern der Verfassungsorgane des Bundes oder eines Landes zum Ziel haben,
  • durch Anwendung von Gewalt oder darauf gerichtete Vorbereitungshand¬lungen auswärtige Belange der Bundesrepublik Deutschland gefährden,
  • gegen eine Person gerichtet sind
    • wegen ihrer/ihres zugeschriebenen oder tatsächlichen politischen Haltung, Einstellung und/oder Engagements, * Nationalität, ethnischen Zugehörigkeit, Hautfarbe,
    • Religionszugehörigkeit, Weltanschauung,
    • sozialen Status,
    • physischen und/oder psychischen Behinderung oder Beeinträchtigung,
    • sexuellen Orientierung und/oder sexuellen Identität
    • oder äußeren Erscheinungsbildes und die Tathandlung damit im Kausalzusammenhang steht bzw. sich in diesem Zusammenhang gegen eine Institution/Sache oder ein Objekt richtet.*

* Bei der Würdigung der Umstände der Tat ist neben anderen Aspekten auch die Sicht der/des Betroffenen mit einzubeziehen.

Darüber hinaus werden Tatbestände gem. §§ 80-83, 84-86a, 87-91, 94-100a, 102-104a, 105-108e, 109-109h, 129a, 129b, 234a oder 241a StGB erfasst, weil sie Staatsschutzdelikte sind, selbst wenn im Einzelfall eine politische Motivation nicht festgestellt werden kann.“ (vgl.: Bundeskriminalamt 2016: Definitionssystem Politisch motivierte Kriminalität, S. 5)
Differenzen zwischen den Zahlen von Ermittlungsbehörden und den Beratungsstellen ergeben sich zum einen aus unterschiedlichen Bewertungen und Einschätzungen der Tathintergründe. Zum anderen dokumentieren die VBRG-Mitgliedsorganisationen nach sorgfältiger Recherche auch Gewalttaten, die nicht zur Anzeige gebracht wurden sowie in Einzelfällen auch Bedrohungen, Nötigungen und Sachbeschädigungen, wenn diese mit schwerwiegenden Folgen für die Betroffenen verbunden waren. Außerdem aktualisieren die Beratungsstellen – im Gegensatz zur polizeilichen Erfassung – auch die Statistiken aus den Vorjahren nach Bekanntwerden weiterer Angriffe oder nach Verifizierung der Tatmotivation.

Weitere Informationen:

  • Unter Zahlen & Fakten finden Sie Analysen und Überblicke zum Monitoring der VBRG-Beratungsstellen.
  • Hintergründe zur Diskrepanz zwischen offiziellen und zivilgesellschaftlichen Erhebungen im Phänomenbereich finden sich im Artikel „Die Reform der PMK-Definition und die anhaltenden Erfassungslücken zum Ausmaß rechter Gewalt“ von Heike Kleffner, 2019 veröffentlicht vom Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft – Thüringer Dokumentations- und Forschungsstelle gegen Menschenfeindlichkeit.
  • Mit der Frage, warum behördliche Statistiken über rassistische Straftaten nicht aussagekräftig sind, beschäftigt sich die Rechtsanwältin und Expertin für Vorurteilskriminalität Kati Lang in einem lesenwerten Dossier des Mediendienst Integration.
  • Für eine vertiefende Auseinandersetzung mit dem Themenkomplex sei die Lektüre der Monographie „Kati Lang:
    Vorurteilskriminalität – Eine Untersuchung vorurteilsmotivierter Taten im Strafrecht und deren Verfolgung durch Polizei, Staatsanwaltschaft und Gerichte, Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2014″ empfohlen. [Leseprobe]

Mitgliedsorganisationen

Die Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt haben seit ihrer Entstehung tausende Betroffene, ihre Angehörigen und Zeug*innen von Angriffen beraten und unterstützt. Ziel der Unterstützung ist es den Betroffenen dabei zu helfen die Tatfolgen zu überwinden, sie in ihrer Handlungsautonomie und Entscheidungskompetenz zu stärken und die eigene Handlungsfähigkeit wiederherzustellen. Die Mitgliedsorganisationen des VBRG arbeiten nach gemeinsamen Qualitätsstandards.

Die VBRG-Mitgliedsorganisationen beraten

  • kostenlos
  • aufsuchend – Betroffene können den Ort des Treffens selbst wählen.
  • mehrsprachig – Bei Bedarf wird die Beratung durch Übersetzer*innen unterstützt.
  • vertraulich – Ohne Einverständnis werden keine Informationen an Dritte weitergegeben. Auf Wunsch wird auch anonym beraten.
  • klientenorientiert – Die Beratung richtet sich nach den Wünschen, Perspektiven und Bedürfnissen der Betroffenen und ist nicht an die Erstattung einer Anzeige geknüpft.
  • unabhängig von allen Behörden

Zu den Angeboten zählen:

  • Unterstützung und Beratung bei der emotionalen Verarbeitung des Angriffs
  • Entscheidungshilfen zum weiteren Vorgehen,
  • Hinweise zu juristischen Möglichkeiten (Anzeige, Nebenklage etc.),
  • Unterstützung bei der Suche nach Rechtsanwält*innen,
  • Begleitung zu Behörden, Polizei, Rechtsanwält*innen, Ärzt*innen, etc.,
  • Vor- und Nachbereitung von Gerichtsverfahren und Begleitung zu Gerichtsterminen,
  • Beratung über finanzielle Unterstützung (z.B. Prozesskostenhilfe, Entschädigungszahlungen) und Hilfe bei Anträgen,
  • psychosoziale Beratung,
  • Vermittlung von therapeutischen und ärztlichen Angeboten,
  • Öffentlichkeitsarbeit, um für das Problem rechter Gewalt zu sensibilisieren
  • Unterstützung bei der Verbesserung der Lebenssituation, um die Sicherheit der Betroffenen (wieder) herzustellen
 
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Kooperationspartner*innen

Die Beratung und Unterstützung von Betroffenen rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt kann nur in enger Zusammenarbeit mit qualifizierten Kooperationspartner*innen funktionieren. Die Mitglieder des VBRG haben sich über die Jahre sehr lebendige und vielfältige Netzwerke aufgebaut.
Zu den wichtigsten Kooperationspartner*innen auf Ebene des Bundesverbands gehören:

Amadeu Antonio Stiftung

Ziel der Amadeu Antonio Stiftung ist die Stärkung einer demokratischen Zivilgesellschaft, die sich konsequent gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus wendet. Dafür fördert, vernetzt und berät sie Projekte und Initiativen vor Ort und ermutigt sie, ihre Eigeninitiative vor Ort zu stärken.

Amadeu Antonio Stiftung
Novalisstraße 12
10115 Berlin
Telefon: 030 – 240 886 10
E-Mail: info@amadeu-antonio-stiftung.de

Webseite: www.amadeu-antonio-stiftung.de
Facebook: www.facebook.com/AmadeuAntonioStiftung
Twitter: www.twitter.com/amadeuantonio

Antidiskriminierungsverband Deutschland

Der Antidiskriminierungsverband Deutschland (advd) ist ein Dachverband, dem unabhängige Antidiskriminierungsbüros/-stellen, Selbstorganisationen und wissenschaftliche Einrichtungen aus der gesamten Bundesrepublik Deutschland angehören.

advd | Antidiskriminierungsverband Deutschland
Sternwartenstraße 21
04103 Leipzig
Telefon: 0341 – 99 39 78 81
E-Mail: info@antidiskriminierung.org

Webseite: www.antidiskriminierung.org

BAG K+R – Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus (BAG K+R) ist ein ökumenisches Netzwerk von Projektstellen, Organisationen und Basisinitiativen, die sich mit der Wahrnehmung und präventiven oder interventiven Bearbeitung von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und extrem rechten Orientierungen in- und außerhalb der Kirchen befassen. Ihr gehören über 40 vor allem kirchliche Mitgliedsorganisationen aus allen Regionen Deutschlands an.

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Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche & Rechtsextremismus
c/o Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V.
Auguststraße 80
10117 Berlin
Telefon: 030 – 28 39 51 78
E-Mail: post@bagkr.de

Webseite: www.bagkr.de
Facebook: www.facebook.com/BAGKuR
Twitter: www.twitter.com/BAGK_R

Bundesarbeitsgemeinschaft Demokratieentwicklung

Die BAGD ist eine unabhängige bundesweite Vernetzungs- und Kommunikationsplattform für Initiativen, die sich für eine demokratische Kultur und gegen Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus einsetzen. Die BAGD ist ein Forum zum Austausch und Kooperation sowie ein politisches Sprachrohr.

Bundesverband Mobile Beratung e.V.

Der Bundesverband Mobile Beratung e.V. fungiert als Dach- und Fachverband für die verschiedenen Angebote Mobiler Beratung gegen Rechtsextremismus in den einzelnen Bundesländern und wurde im Herbst 2014 gegründet. Mobile Beratung ist ein seit mehr als zwanzig Jahren (weiter-) entwickeltes Konzept, das in einer heterogenen Struktur von Trägern in den 16 Bundesländern unterschiedlich ausgestaltet wird. Wir organisieren Fachtagungen und Fortbildungen, nehmen an gesellschaftlichen Debatten teil und beraten Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft.

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Bundesverband Mobile Beratung e.V.
Bautzner Str. 45
01099 Dresden
Telefon: 0351 – 500 54 16
E-Mail: kontakt@bundesverband-mobile-beratung.de
Webseite: www.bundesverband-mobile-beratung.de

Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment (ZWST)

Das Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment (ZWST) ist eine Bildungs- und Beratungseinrichtung mit dem Schwerpunkt der Antisemitismus- und Diskriminierungsprävention. Seit 2017 gibt es im Kompetenzzentrum eine Interventions- und Beratungsstelle OFEK, die Einzelne wie auch Institutionen (vor allem Schulen sowie Träger der Jugend- und Sozialarbeit) schult und berät.

PRO ASYL

PRO ASYL ist die selbstbestimmte und unabhängige Stimme für Menschenrechte und für den Schutz von Flüchtlingen in Deutschland und Europa. Der Verein realisiert konkrete Hilfsmaßnahmen für Flüchtlinge, Einzelfall- und Rechtshilfe, sowie politische Kampagnen, Informations- und Öffentlichkeitsarbeit, Dokumentationen und Recherchen.

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Förderverein PRO ASYL e.V. – Arbeitsgemeinschaft für Flüchtlinge
Postfach 16 06 24
60069 Frankfurt am Main

E-Mail: proasyl@proasyl.de
Webseite: www.proasyl.de
Facebook: www.facebook.com/proasyl
Twitter: www.twitter.com/proasyl
Instagram: www.instagram.com/proasyl

Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Berlin

Die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Berlin (RIAS Berlin) hat mit Hilfe des Portals www.report-antisemitism.de ein niedrigschwelliges Meldesystem für antisemitische Vorfälle entwickelt. Den Ratsuchenden, die sich an RIAS Berlin wenden, können professionelle kostenlose Beratungsangebote vermittelt werden. Betroffene oder Zeug_innen von Straftaten werden bei der Wahrnehmung ihrer Rechte und bei der Anzeigenstellung unterstützt.

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Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Berlin (RIAS Berlin)
c/o Verein für Demokratische Kultur in Berlin e.V. (VDK)
Gleimstraße 31
10437 Berlin

Telefon: 030 – 817 985 818
E-Mail: info@report-antisemitism.de

Webseite: www.report-antisemitism.de
Facebook: www.fb.com/AntisemitismusRechercheBerlin
Twitter: www.twitter.com/Report_Antisem

Förderer

Als zivilgesellschaftliche non-profit Organisation ist der Verband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt e.V. auf Spenden und staatliche Förderungen angewiesen. Die folgenden Förderer tragen maßgeblich zur Existenz des Bundesverbands und seiner Arbeit bei.

Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend

Der Verband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt wird seit 2015 durch das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen, und Jugend im Rahmen des Programms „Demokratie leben!“ gefördert sowie durch die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration.

Die Veröffentlichungen auf dieser Website stellen keine Meinungsäußerung des BMFSFJ bzw. des BafzA oder der BfMFI dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Autoren/Autorinnen die Verantwortung.

Amadeu Antonio Stiftung

Ziel der Amadeu Antonio Stiftung ist die Stärkung einer demokratischen Zivilgesellschaft, die sich konsequent gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus wendet. Dafür fördert, vernetzt und berät sie Projekte und Initiativen vor Ort und ermutigt sie, ihre Eigeninitiative vor Ort zu stärken.

Amadeu Antonio Stiftung
Novalisstraße 12
10115 Berlin
Telefon: 030 – 240 886 10
E-Mail: info@amadeu-antonio-stiftung.de
Webseite: www.amadeu-antonio-stiftung.de
Twitter: www.twitter.com/amadeuantonio
Facebook: www.facebook.com/AmadeuAntonioStiftung/

Satzung

Hier finden Sie die Satzung des gemeinnützigen Vereins „Verband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt e.V.“

Zur Satzung

Transparenz

Transparenz ist uns wichtig. Deshalb haben wir uns der Initiative Transparente Zivilgesellschaft angeschlossen. Wir verpflichten uns die folgenden zehn Informationen der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen und aktuell zu halten.

1. Name, Sitz, Anschrift und Gründungsjahr des VBRG e.V.

Name: Verband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt e.V.
Kurzform: VBRG e.V.
Sitz: Berlin
Anschrift: Sewanstraße 43, 10319 Berlin
Gründungsjahr: 2014

2. Satzung und Ziele

Hier finden Sie die Satzung des VBRG e.V.

Der VBRG verfolgt laut Satzung gemeinnützige Ziele

  • die Förderung der Hilfe für politisch, rassistisch oder religiös Verfolgte sowie Hilfe für Opfer von Straftaten mit rechtem, rassistischem oder antisemitischem Hintergrund;
  •  die Förderung der Prävention von Gewalttaten mit rechtem, rassistischem oder antisemitischem Hintergrund.

Der VBRG verfolgt laut Satzung mildtätige Ziele

  • die Unterstützung von Personen, die aufgrund ihres körperlichen, geistigen oder seelischen Zustands infolge eines rechten, rassistischen oder antisemitischen Angriffs auf Unterstützung und Hilfe angewiesen sind;
  • die Unterstützung von Personen, deren wirtschaftliche Lage infolge eines rechten, rassistischen oder antisemitischen Angriffs zu einer Notlage gemäß § 53 Nr. 2 AO geworden ist.

3. Anerkennung der Gemeinnützigkeit

Die Satzung des VBRG e.V. erfüllt die Voraussetzungen nach §§ 51, 59, 60 und 61 der Abgabenordnung (AO). Dies wurde durch das Finanzamt für Körperschaften I Berlin festgestellt und am 15.10.2015 bescheinigt. Die Steuernummer des VBRG lautet 27/680/76502. Hier finden Sie den aktuellen Freistellungsbescheid.

4. Name und Funktion der wesentlichen Entscheidungsträger

Mitglieder des Vorstands: Judith Porath, Robert Kusche, Franz Zobel, Dr. Kai Stoltmann

Geschäftsführung: Heike Kleffner

Der Fachrat besteht aus Personen, die die jeweiligen Mitglieder vertreten. Diese Personen können variieren. Die Mitglieder sind hier zu finden.

5. Bericht über die Tätigkeiten in den Jahren 2014, 2015, 2016

Die Tätigkeiten des VBRG e.V. in den Jahren 2014 bis 2016 können Sie dem Tätigkeitsbericht entnehmen.

5.1 Bericht über die Tätigkeiten im Jahr 2017

Zu Aufbau einer nachhaltigen Verbandsstruktur wurden bereits im Jahr 2016 drei fachspezifische Beratungsstellen in Hessen, Schleswig-Holstein und Hamburg Mitgliedsorganisationen des VBRG. Die Stärkung der Strukturen des VBRG wird in Rahmen eines Struktur- und Organisationsentwicklungsprozesses intensiv durch eine externe Entwicklerin begleitet.

Zur fachliche Qualifizierung der Mitarbeiter_innen der Mitgliedsorganisationen führte der VBRG verschiedene Veranstaltungen durch, z.B. im Rahmen einer Qualifizierungssreihe für angehende Berater_innen. Eine Fortbildung zum Thema „Antisemitismus als Gegenstand in der Beratung“ wurde in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment der ZWST durchgeführt. Darüber hinaus wurden themenspezifische Fachtage angeboten, z.B. zum Thema „rassistische Gewalt gegen Kinder“ sowie „Klient_innen mit ungeklärtem Bleiberecht“, an denen sich auch Beratungsstellen außerhalb der Verbandsstruktur beteiligten. In Kooperation mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus (BAG K+R), dem Bundesverband Mobile Beratung und der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsen wurde ein Workshopangebot für Engagierte in der Flüchtlingshilfe und in Willkommensinitiativen entwickelt und umgesetzt. Der Aufbau eines bundesweiten Monitorings rechter, rassistischer und antisemitischer Angriffe wurde weiter vorangetrieben. So wurde z.B. eine langfristige Kooperation mit der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) eingegangen.

Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit wurden ein Ratgeber für Geflüchtete in einfacher Sprache veröffentlicht sowie eine Handreichungen für Menschen, die in den Fokus rechter Hetze und Bedrohung gelangt sind. Darüber hinaus wurden Ratgeber für Betroffene sowie für Angehörige von Betroffenen überarbeitet und neu aufgelegt.

Auf internationaler Ebene kooperierte der VBRG mit dem europäische Netzwerk UNITED for Intercultural Action zur gemeinsamen Durchführung einer einwöchigen Konferenz zu den Themen Betroffenenperspektiven und Unterstützung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt (Hate Violence).

6. Personalstruktur

Der VBRG e.V. beschäftigte im Geschäftsjahr 2018 zeitweise vier hauptamtlich angestellte Arbeitskräfte in Teilzeit. Darüber hinaus wurden projektbezogen Honorarkräfte engagiert, insbesondere in den Bereichen Qualifikation und Bildung, Moderation und Prozessbegleitung, Organisationsentwicklung, Layout und Gestaltung sowie Recherche.

7. Angaben zur Mittelherkunft 2018

Zuwendungen aus Bundesprogramm „Demokratie leben“:
Bundesmittel Demokratie leben: 191.800,00 EUR

Weitere Fördermittel:
Amadeu Antonio Stiftung: 7.000,00 EUR

Nicht-projektgebundene Mittel:
Spenden Verein: 1.748,00 €
Spenden Opferfonds: 750,00 €
Mitgliedsbeiträge: 3.500,00 €

Gesamt: 208.148,00 €

8. Angaben zur Mittelverwendung 2018

Personalkosten: 108.843,00 €
Honorarkosten: 29.360,00 €
Sachkosten: 60.177,00 €
Kosten Opferfonds: 750,00 €
sonstige Sachkosten: 1.928,00 €

Gesamt: 201.064,00 €

Rücklagenbildung: allg.: 7.084,00 €
Rücklagebildung Opferfonds: 0,00 €

9. Gesellschaftsrechtliche Verbundenheit mit Dritten

Im Geschäftsjahr 2018 bestand keine Verbindung mit Firmen oder Sponsoren.

10. Namen von Personen, deren jährliche Zahlungen mehr als 10% des Gesamtjahresbudgets ausmachen

Zuwendungen, die mehr als 10% des Jahresbudgets ausmachen, erhielt der VBRG e.V. im Jahr 2018

1. vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ und

2. vom Arbeitsstab der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration

Der VBRG e.V. ist Mitglied der Initiative Transparente Zivilgesellschaft. Mehr Informationen zur Initiative finden Sie, wenn Sie auf das Logo klicken.